ZUKUNFTSMUSIK

Animiert durch einige treue Fans und interessierte Konzertgänger schreibe ich hier in sehr loser Folge auf, was mich gerade bewegt. Selbstverständlich freue ich mich über Kommentare.

 

Mitte November

Nun ist es soweit, es wird eine Möglichkeit geben, eines oder in der Zukunft vielleicht auch mehrere meiner Konzertprogramme privat zu buchen. Deshalb habe ich auf meiner Seite hier im Netz einen momentan noch seeeehr kleinen Shop eröffnet. Schaut Euch doch mal um. Für Kritik bin ich wie immer dankbar.

Ende Oktober

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht und jetzt eine Entscheidung getroffen. Mein neues Programm für Flöte allein, das als moderiertes Konzert über die Bühne gehen soll, wird auch als buchbares Privatkonzert möglich sein. Das Genre bietet sich an, weil ich alles alleine stemme und die Besetzung ist auch gut, denn nicht jeder hat einen Flügel oder ein Klavier im Wohnzimmer stehen.

Nun bin ich sehr gespannt, ob Interesse besteht. Die Werbetrommel rühre ich allerdings erst ab Mitte Dezember für das neue Jahr. Ich habe noch nie ein Programm gespielt, dass zu einem größeren Teil aus Text besteht, der das Gespielte erklärt. Spannend!

Mitte Oktober

Ein eigenartiges Jahr geht da seinem Ende entgegen. Die Anzahl der Konzerte hat sich wieder ein wenig erholt, aber nichts im Vergleich zu "vor Corona". Zum ersten Mal seit schätzungsweise 30 Jahren habe ich im Dezember kein einziges Konzert - zumindest nicht Stand heute.

Ich übe viel und es ist schön, in Ruhe an technischen Baustellen feilen zu können. Ich denke über neue Programme nach - aber nur sehr verhalten, denn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sie buchen möchte, geht gegen Null. Und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich auf den Zug "Wohnzimmer-Konzerte" aufspringen soll. Viele meiner Kollegen bieten dieses Format unterdessen an. Hm.

Von der Schreiberei jedoch kann ich nur Gutes berichten. Mein Flötenbuch bekommt eine zweite Auflage, eigentlich eine erweiterte Auflage und auch das Buch über Frankreich wird überarbeitet. Außerdem wird es - vermutlich im März - ein neues, drittes Buch geben. "Frauengeschichten - Kulturgeschichten aus Kunst und Musik", so wird es heißen. Das Recherchieren hat mich sehr beschäftigt und auch ein wenig desillusioniert, denn manche Dinge haben sich für Frauen bis in unsere Zeit hinein unverändert ungünstig entwickelt.

Noch einmal Mitte September

Langsam komme ich in den Arbeitsrhythmus - nach den Sommerferien finde ich das immer sehr schwer. In den Schulferien habe ich zwar auch viel gearbeitet, aber einfach freier und mit weniger Zeitdruck. Jetzt ist der Schülerstundenplan fertig und mein Kopf kann sich endlich wieder anderen Dingen widmen.
 

Mitte September

Die Sommerferien sind vorbei, der Herbst kommt merklich näher und ich freue mich, dass die Konzertsaison wieder beginnt. Mal sehen, was die nächsten Monate bringen. Ich habe deutlich weniger im Kalender stehen, als um diese Zeit üblich. Dafür schreibe ich aber deutlich mehr und bin momentan besonders mit dem nächsten Buch beschäftigt. Ich bin sehr dankbar, dass sich diese Möglichkeit genau zur richtigen Zeit aufgetan hat.

Mitte August

Diesmal habe ich die Schulferien herbei gesehnt. Schulferien ist ja nicht gleichbedeutend mit Ferien, aber ein großer Brocken fällt doch von den Schultern, nämlich der Unterricht. Ich unterrichte wirklich gerne, aber es wird immer anstrengender, denn die Schüler müssen immer mehr bei Laune gehalten werden. Komisch ... die Fleißigen werden immer seltener.

Jetzt also Schul-Sommerferien und ich kann mich auf den anderen Teil meiner Arbeit konzentrieren. Die erste Woche vergeht meist mit nach - oder vorgeholten Stunden und mit Verwaltungsarbeit. In der zweiten Woche komme ich dann langsam zur Ruhe, sortiere Stapel zurück in die Regale und mache auch mal ..... nix.

In der dritten Woche fange ich dann an zu üben. Üben ohne Konzert im Genick ist super - Fingertechnik, Klang, neue Stücke ausprobieren ...

In der vierten Woche geht es dann ans Eingemachte, denn ich baue die Grundstrukturen für die nächste Konzertsaison auf.  Da befinde ich mich gerade - heute ging's los. Ich freue mich sehr auf all das Neue. Endlich wird es einmal wieder ein Programm für Flöte allein geben, das ist schon lange her ...

 

Ende Juli

Viel Planerei momentan. Aber das tut gut. Für die nächste und übernächste Saison plane ich mehrere Programme, in denen alle Telemann-Fantasien erklingen sollen. Dazu sollen dann auch Lehrvideos auf der Campus-Plattform des Leiermanns erscheinen. Mal sehen ...

Außerdem wird das Flötenbuch, also die Kulturgeschichten - nicht nur für Flötisten in neuer Auflage erscheinen. Es sollen einige Kapitel dazukommen über flötistische Standardliteratur.

 

Anfang Juli

Schon wieder ein neues Buch-Projekt. Frauengeschichten - Kulturgeschichten aus Musik und Kunst.

 

Ende Juni, noch einmal :-)

Ich freue mich riesig, dass ich beim LEIERMANN nun auch als Stadtschreiber dabei sein kann. Kennt Ihr die alte Tradition der Stadtschreiber? Der Leiermann versucht, sie in unsere Zeit zu holen. Noch steht das Projekt ganz am Anfang, aber die Idee ist super. Bald werden auch Museen, Restaurants usw. mit an Bord sein und man kann auf einer Seite seinen ganzen Ausflug planen.

Ich bin nun also Stadt- und Seeschreiberin vom Gardasee, eines unserer Lieblings-Urlaubsziele. Schaut doch mal rein - zwei Texte sind schon auf dem Blog und es soll monatlich ein weiterer dazukommen.

Ende Juni

Wir haben für den Herbst und Winter einige Programme ändern müssen. Manche Veranstalter denken mehr oder weniger laut  darüber nach, Konzerte im November oder Dezember abzusagen. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden den 2. Teil unseres Komponistinnenprogrammes ins Frühjahr 2023 zu verschieben. Für Herbst und Winter planen wir nun Wiederaufnahmen, die kosten - und probenmäßig weniger aufwändig sind. So trifft es uns etwas weniger stark, falls tatsächlich Absagen ins Haus flattern.

Mitte Juni

Zäh läuft es an mit Konzerten und Festivals. Immernoch ist der Terminkalender viel, viel leerer, als vor Corona. Ich bemerke, dass Routine - oder fehlende Routine - nicht zu unterschätzen ist. Puuuu ...

Mitte Mai

In letzter Zeit wurde ich oft gefragt, wie das eigentlich funktionieren kann mit so vielen unterschiedlichen, kurz aufeinander folgenden Programmen und Projekten. Hier ist ein passender Platz, um diese Frage zu beantworten.

Neue Projekte sind im Augenblick ihres Auftauchens auf der Bühne oder dem Blog nur für den Zuhörer oder Leser neu. Für mich und meine Kollegen liegt dann schon viel Arbeit hinter uns. Meist plane ich die Konzertsaison 18 Monate im Voraus, d.h. die kommende Saison wird kleinteilig geplant (Themen festgelegt,Termine gemacht für Proben, Noten besorgt usw.) und die Saison danach schon in groben Zügen. Das ist wichtig, um überhaupt herauszufinden, welche Kollegen wann frei oder interessiert sind.

Der nächste Schritt ist auch wichtig: Wann habe ich überhaupt Zeit, was zu üben. Ja, auch wir Profis müssen schließlich üben, das klingt für manche überraschend. Das notiere ich mir dann wochenweise in meinem Kalender, damit ich keine bösen Überraschungen erlebe.

Kommen Premieren näher, dann kümmere ich mich im Regelfall nur um ein Projekt. V.a. die letzte Woche vorher ist mein Kopf damit voll - Ohrwürmer über Ohrwürmer!

Schwierig ist es, wenn in sehr kurzer Zeit, z.B. an aufeinander folgenden Tagen zwei unterschiedliche Programme im Kalender stehen. Normalerweise versuche ich das zu vermeiden; momentan passiert es jedoch ab und zu, weil nach wie vor viel wegen Corona nachgeholt werden soll.

Im Augenblick arbeite ich an vier laufenden Programmen: Eines mit meinem Trio JaDe, das gerade oft gespielt wird, zwei Wiederaufnahme mit Barockmusik (einmal 100% Bach und einmal Musik für Sopran, Flöte und Orgel) und das Programm "Alles Tango!" läuft gerade. Ein neues Programm ist in Vorbereitung und im Augenblick besonders übeintensiv: Französische Komponistinnen - Teil 2. Die Premiere ist im Oktober.

Viel Zeit nimmt das Schreiben von Programmen in Anspruch, denn die sollen ja informativ sein. Aus solchen Programmrecherchen sind übrigens meine ersten Texte für den Leiermann- Flötenblog hervorgegangen. Zwei der gerade laufenden Programme kann man hier einsehen.

 

 

 

Mitte April 2022

Jetzt habe ich endlich entschieden, dass das nächste Buch über Frauen in Kunst und Geschichte gehen soll. Ich freue mich auf's Schreiben und habe viele Ideen. Gut, dass das Schreiben so viel Spaß macht, denn mit Konzerten sieht es nach wie vor eher durchwachsen aus. Zwar proben wir viel, aber es werden immer wieder Konzerte abgesagt, verschoben oder das Format geändert. JaDe geht im Mai ins Tonstudio, um Dorothea Hofmanns neues Stück "Fadenspiele" aufzunehmen. Eine cd soll entstehen mit ihrer Flötenkammermusik und wir sind dabei.

Anfang April 2022

Alles läuft recht zäh. Der Arbeitsaufwand ist wieder der selbe wie vor Corona: Proben sind ausgemacht, Programme besprochen, Noten besorgt. Üben steht auf der Tagesordnung - und dann: wieder eine Absage. Langsam wird es immer schwieriger, die Motivation am Leben zu erhalten. Hoffentlich wird das schnell wieder besser.

Anfang März 2022

Beim Leiermann erscheint bald ein Sammelband unter dem Motto "Sommerfrische". Von mir sind auch drei kurze Texte drin. Und unser neues JaDe-Programm ist super geworden! Ich stelle es nebenan/unten als Datei ein, falls jemand ein paar Sätze lesen möchte.

 

Ende Februar 2022:

Die Auftragsarbeit für JaDe ist da und unser neues Programm somit fertig zusammengestellt. Diesmal sind wir recht virtuos und auch neuzeitlich unterwegs - tolles Zeug!

Außerdem musste ich mich mit der GEMA herumschlagen, die unser Programm "Alles Tango" nicht als E-Musik einordnen wollte. Das ist schlimm, weil die Komponisten dann wesentlich weniger ausgezahlt bekommen. Nun hat sich zum Glück alles geklärt.

Und auf dem Leiermann-Blog gibt es einen neuen Text von mir. Es geht um Anna Amalia, die eine Schwester des "Flötenkönigs" Friedrich II. war und selbst viel komponierte. Der Text ist zu finden auf dem Blog zu Frauen in Kunst und Geschichte, natürlich beim Leiermann. :-)

 

Anfang Februar 2022:

Die JaDe-Proben beginnen in dieser Woche - wir freuen uns riesig.

Sieht nicht besonders gut aus für Konzerte, Lesungen und Kultur im Großen und Ganzen. Trotzdem planen wir weiter. Viele Veranstalter können keine ordentlichen Gagen zahlen, weil die Platzauslastung natürlich auch sie an den Rand des Ruins bringt.

"Rodrigo" ist für diese Saison auf jeden Fall abgesagt, dafür kommt "Der kleine Prinz" wieder ins Programm.

Schön ist: Mein Flötenbuch wird es bald als Podcast beim Leiermann geben. Jetzt im Februar beginne ich damit, das erste Kapitel einzusprechen. Bin schon gespannt ...

 

Dezember 2021:

Im Augenblick erarbeiten Alice Graf und ich gerade unser neues Komponistinnen-Programm für den Herbst 2022. Momentan sind Clémence Grandval, Claude Arrieu und Lili Boulanger unsere Favoritinnen.

JaDe hat Kompositionsaufträge vergeben für das kommende Programm 2022, mal sehen, ob wir dann Altes oder Neues im Programm haben werden. Und auch die Besetzung Flöte/Akkordeon freut sich weiterhin auf Neues.

Das "rodrigo-project" mit Werken von Joaquin Rodrigo für Sopran, Flöte und 2 Gitarren liegt nach wie vor auf Eis - wir sind nicht sicher, ob es sich wieder beleben lässt. Ähnliches gilt für ein großes Projekt für Flöte und Streichtrio.

Beide Konzertreihen sind für die kommende Saison zumindest vorsichtig angedacht - zu bedenken ist dabei, dass schon Planung, Notenbeschaffung und Terminbesprechungen kosten - und zeitaufwändig sind. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

"Vom Himmel hoch ..." sammelt nach wie vor eifrig neue Werke für den 3. Band, der bei Canticus entweder 2022 oder 2023 erscheinen wird. Für eine zweite cd werden Sponsoren gesucht, da bin ich für Tipps dankbar.

Beim Leiermann schaffe ich in diesen Wochen die Rahmenbedingungen für einen Frauen-Blog und wir denken über Hörbücher und die Unterrichtsplattform nach.